Frisch geduscht, eingecremt, mit frisch lackierten Nägeln hocke ich auf meinem Bett und mir kam der Gedanke dass ich schon lang nichts mehr geschrieben habe.
Hier ist außer Uni nie viel los. Nach der Uni geht es babysitten und am Abend bin ich meistens ein wenig ausgelaugt. Was nicht an der Uni ansich liegt, sondern eher an der Fahrt und das warten dazwischen.
Mein letzter Post sagt noch das ich das pendeln nicht so schlimm finde. Das ich diese Trennung mag. Nun ja, Frauen ändern ihre Meinung bekanntlicherweise öfters.
Momentan sind die meisten meiner Gedanken mit der Umzugsfrage beschäftigt.
Ich habe Momente, da finde ich alles nicht so schlimm, aber dann merke ich eben doch das ich weder hier noch dort wirklich ein soziales Leben habe. Ich bin zu müde nach der Uni und dem pendeln um etwas mit anderen zu unternehmen oder muss eben arbeiten. Am Wochenende will ich Zeit für mich, entspannen, nichts tun oder halt auch Uni Zeugs. In den Vorlesungen hast du immer nur kurz mit den Leuten zu tun und man lernt sich nie wirklich kennen. Man bleibt immer mit den selben zusammen, man verpasst Partys und von meinem Dorf habe ich außer dem Bahnhof nichts gesehen. Zuerst war das okay, mittlerweile finde ich das schade und würde es gerne ändern.
Das Pendeln geht auf die Nerven, das geb ich zu und ich habe mir das ganze vielleicht anders vorgestellt. Die Zugfahrt geht noch, nur ich muss oft eine Stunde warten nur damit der Zug kommt, ich muss fast täglich um 5 Uhr aufstehen weil ich einfach früh zum Zug muss, nur um eine Stunde wieder warten zu müssen bis die Vorlesung anfängt.
Ich muss auch sagen das ich neue Leute kennenlernen will. Nein, muss. Denn es gibt bereits jetzt Menschen, da werd ich in einigen Wochen bestimmt verrückt wenn ich noch länger mit denen zusammen bin.
Auch ist bereits jetzt klar, das ich versuchen werde auf Soziale Arbeit zu wechseln. Wie fast die Hälfte bei mir. Find ich gut, das ich nicht die einzige bin.
Aber wie gesagt, ich spiele mit dem Gedanken wirklich hin zu ziehen, es würde vieles einfacher werden. Nur mit der Arbeit wird es dann nicht mehr klappen. Und ich bin nicht jeden Abend zu Hause. Eine Umstellung für mich, und vorallem für meine Familie zu Hause, aber am Wochenende wäre ich daheim. Ich habe meiner Mutter noch nichts von meinen Überlegungen erzählt, weil... ich weiß auch nicht. Erst wenn ich mir sicher bin.
Aber ein Umzug wird eh erst zum 2. Semester drin sein. Erst muss man wegen dem Geld gucken und mittlerweile ich alles schon voll.
So an sich finde ich trotzdem noch alles gut, Nur bin ich weder hier, noch dort zu Hause. Ich fühle mich so zwei geteilt.
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